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Schönheitswahn in Social Media
Schönheitswahn Social Media

So schützen Sie Ihre Kinder vor dem Schönheitswahn in Social Media

Fast jedes dritte Kind zeigte ein knappes Jahr nach der Coronapandemie psychische Auffälligkeiten.* Vor der Pandemie war jedes fünfte Kind psychisch belastet. Sorgen, Ängste, Einsamkeit – Jugendliche suchen Ablenkung und Kontakte in den sozialen Medien. Laut JIM Studie 2020 stiegen vor allem die Nutzung von Instagram und TikTok stark an. Vorbilder werden in der perfekten Scheinwelt der sozialen Medien gesucht. Das ist gefährlich, wenn Jugendliche diese Scheinwelt nicht mehr mit der Realität abgleichen können. Auch Anlaufstellen für Essstörungen vermelden während der Coronapandemie einen Anstieg.

Wir erklären Ihnen, wie Sie Ihr Kind stärken können und es so vor Unsicherheiten durch die Social Media Welt schützen können.

 Tipp 1: Vorbild sein

Sie nehmen Ihren Körper selbst so an wie er ist, nämlich einzigartig? Wunderbar. Dann geben Sie diese gesunde Haltung auch als Vorbild an Ihr Kind weiter. Ihr positiver Umgang mit Körperlichkeit ist der beste Schutz für Ihr Kind.

Wenn Sie selbst mit sich unzufrieden sind, unser Tipp: Denken Sie nicht über Diäten oder Schönheits-OPs nach, sondern darüber, was Sie als Mensch, Freund, Kollege, Partner, Eltern, etc. ausmacht. Welche Talente, Begabungen, Eigenschaften haben Sie? Was schätzen andere an Ihnen und was schätzen Sie selbst an sich? Sie sind viel mehr als eine Konfektionsgröße!

Tipp 2: Medien kritisch betrachten

In Ihrer Familie und im Freundeskreis gibt es Menschen mit völlig unterschiedlichem Erscheinungsbild und Interessen. Das Thema Diäten spielt keine Rolle, Sport ist nur dazu da sich gut zu fühlen und nicht um Kalorien zu verbrennen oder den Body zu stylen? Dann wird Ihr Kind unter Umständen ohnehin erkennen, was auf Instagram einfach nur ein guter Filter ist und wofür TikToker Geld bekommen.

Es ist wichtig, dass Jugendliche die Social Media Welt stets mit der realen Welt abgleichen können. Sie sollten erkennen können, wann Filter verwendet werden oder wann ein Influencer sich durch perfektes Licht und Pose in Szene setzt. Wichtig ist es aber auch aufzuklären, dass viele Influencer Geld bekommen, um für Produkte zu werben und dass diese stets kritisch betrachtet werden sollten.

In Norwegen müssen ab Sommer 2022 zum Beispiel bearbeitete Bilder auch als solche gekennzeichnet werden.

Tipp 3: Offen sprechen

Sie haben in Ihrer Familie eine wertschätzende Streit- und Gesprächskultur und sprechen über Gefühle und Bedürfnisse? Dann wird es Ihrem Kind sicher nicht zu schwerfallen, Ihnen oder anderen Vertrauenspersonen von aufwühlenden Posts oder Reaktionen auf Insta und TikTok zu erzählen. Reden ist das beste Mittel, um die schwer greifbaren, digitalen Kommentar-Monster-Schwärme auf ein erträgliches Maß zurecht zu stutzen und sie wieder zu dem zu machen, was sie eigentlich sind: Manchmal lustige, manchmal verletzende, manchmal feige, manchmal respektlose, manchmal wichtige, manchmal richtige, manchmal skurrile Meinungen Einzelner. Darüber reden hilft, die passende Strategie zu finden, um damit umgehen zu können: Schweigen, anzeigen, flaggen, ignorieren, lachen, blocken …

Sie sprechen selbst nicht gerne über Gefühle? Über Gefühle zu sprechen ist wichtig und das können Sie üben. Ein Streit ist nichts anderes als jemandem zu zeigen, wo Ihre Grenzen sind. Und die eigenen Grenzen und Bedürfnisse zu kennen, zeigt ein Bewusstsein für sich selbst. Also das echte Selbstbewusstsein. Zeigen Sie Ihren Kindern, dass Sie alle gemeinsam offen sprechen können und so gemeinsam stärker sind.

Tipp 4: Anerkennung schenken

Kinder sollten vor allem Anerkennung bekommen, für das was sie können und dafür wer sie sind. Sie sollten nicht nur danach bewertet werden, was sie leisten und vor allem nicht, wie sie aussehen. Wir sind eine sehr leistungsorientierte Gesellschaft und viele Menschen definieren sich sehr stark über ihre Leistung. Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass es auch ohne große Errungenschaften als Mensch wertvoll ist.

Tipp 5: Kein unkontrolliertes Surfen

Auch in Zeiten von Corona, in denen sich vieles nur noch über das Internet machen lässt, lautet die Devise: Kinder und Jugendliche sollten nicht unkontrolliert im Internet surfen. Sie als Eltern sollten wissen, wie lange im Internet gesurft wird, welche Seiten besucht werden, etc. Ein Mediennutzungsvertrag kann Ihnen hierbei eine Stütze sein. Erfahren Sie hier mehr über das Thema Mediennutzung und laden Sie sich einen Mediennutzungsvertrag herunter (für Kinder von 6-11 Jahren und ab 12 Jahren).


*Studie der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf (UKE)