
So stärken wir Kinderrechte im Alltag
Kinderrechte gelten für jedes Kind. Entscheidend ist, dass sie auch im Alltag gelebt werden: wenn ein Kind Schutz findet, mitmachen kann, gehört wird oder von Anfang an verlässliche Fürsorge erlebt.
Am 20. September ist Weltkindertag. Er macht darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, Kinderrechte zu achten und jeden Tag zu verwirklichen. Vier SOS-Kinderdorf-Einrichtungen in Deutschland zeigen, wie das ganz konkret aussehen kann.
Recht auf Schutz: Ein sicherer Ort zum Ankommen
Wenn Kinder in ihren Familien nicht sicher aufwachsen können, brauchen sie schnell einen Ort, an dem sie Schutz finden, und Erwachsene, auf die sie sich verlassen können. In der Inobhut- und Klärungsgruppe des SOS-Kinderdorfs Niederrhein leben Kinder zwischen vier und acht Jahren vorübergehend. Gemeinsam mit dem Jugendamt wird geklärt, wie es für sie weitergeht.
Verlässliche Bezugspersonen, feste Abläufe und eine kindgerechte Umgebung helfen den Kindern dabei, zur Ruhe zu kommen, Sicherheit zu erleben und Vertrauen zu fassen. Auch bei der Gestaltung der Kinderzimmer wird darauf geachtet, geschützte Rückzugsorte zu schaffen. Sozialpädagogin Lena nimmt uns mit ins „Waldzimmer“.
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Recht auf Gleichheit: Mitmachen und dazugehören
Gemeinsam essen, spielen oder Neues ausprobieren sollte nicht am Einkommen der Eltern scheitern. Deshalb sind viele Angebote im SOS-Kinderdorf-Zentrum Bremen kostenlos.
Mit der KiDoZ-Karte erhalten Familien mit geringem Einkommen zusätzliche Vergünstigungen – Kinder bis sechs Jahre können beispielsweise kostenlos zu Mittag essen. So werden Hürden abgebaut und Kinder können unabhängig von der finanziellen Situation ihrer Familie teilhaben.
Was wohl ein ganzer Tag im SOS-Kinderdorf-Zentrum kostet? Die Antwort gibt es im Video.
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Recht auf Beteiligung: Hier zählen die Ideen der Kinder
Was passiert, wenn Kinder selbst entscheiden dürfen, was sie ausdrücken und gestalten möchten? Im kunstpädagogischen Angebot des SOS-Kinderdorfs Hamburg gibt es dafür viel Raum.
Kinder können kreativ werden, Gefühle zeigen und eigene Ideen einbringen. Sie erfahren dabei: Meine Meinung zählt, ich werde ernst genommen und kann mitgestalten. Das kann ihr Selbstvertrauen und ihre Fähigkeit stärken, den eigenen Standpunkt auszudrücken. Leiterin Adele Ngoupayou erzählt im Video, warum Beteiligung auf Augenhöhe dabei so wichtig ist.
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Recht auf Gesundheit und Entwicklung: Gut ins Leben starten
Ein Baby kann noch nicht mit Worten sagen, was ihm fehlt. Eltern müssen seine Signale erst kennenlernen – und gerade in belastenden Situationen kann das schwierig sein.
Die Frühen Hilfen im SOS-Kinderdorf Frankfurt begleiten Eltern von Beginn an. Fachkräfte unterstützen sie dabei, die Bedürfnisse ihrer Babys und Kleinkinder besser zu verstehen und sicherer mit Herausforderungen umzugehen. So erleben Kinder verlässliche Zuwendung und erhalten gute Voraussetzungen für eine gesunde körperliche und seelische Entwicklung. Frühe Unterstützung kann außerdem dazu beitragen, Belastungen rechtzeitig aufzufangen, bevor sie sich verstärken.
Im Video erzählen die Kolleg*innen aus Frankfurt, wie sie Familien in den ersten Lebensjahren begleiten.
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Kinderrechte jeden Tag stärken
Kinderrechte müssen nicht nur festgeschrieben, sondern im Alltag von Kindern spürbar sein. Dafür setzen wir uns bei SOS-Kinderdorf ein – mit Angeboten, die Kinder schützen, stärken und beteiligen. So erhalten Kinder bessere Chancen, sich zu entwickeln, ihren eigenen Weg zu gehen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
Unsere Spender*innen tragen dazu bei, diese Arbeit möglich zu machen. Dafür sagen wir Danke.