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Kinderrechte jetzt!
Weltkindertag 2021

Kinderrechte sind Menschenrechte

Der diesjährige Weltkindertag am 20. September steht unter dem Motto „Kinderrechte jetzt!“ Im Video erklären Kinder das Recht auf Bildung! Erraten Sie, was gemeint ist?

Die Rechte von Kindern und Jugendlichen waren seit der Coronapandemie massiv bedroht und eingeschränkt. Die Pandemie hat ihnen in Deutschland und weltweit vieles abverlangt, Chancen geraubt und ihr Leben auf den Kopf gestellt. Sie mussten erfahren, was es bedeutet, wenn die eigenen Belange und Interessen auf der Strecke bleiben. Schulschließungen, fehlende digitale Möglichkeiten, der Verlust von sozialen Kontakten oder andere einschränkende Maßnahmen haben es den Kindern erschwert, unter anderem ihre Rechte auf Bildung, Mitbestimmung, Gesundheit oder Spiel und Freizeit auszuüben.

Manche von ihnen werden noch lange durch schwerwiegende Folgen belastet bleiben. Im zweiten Lockdown litt fast jedes dritte Kind unter psychischen Auffälligkeiten.* Zehnmal mehr Kinder treiben jetzt weniger Sport, das Verhältnis zu den Eltern und Freunden hat sich verschlechtert und etwa 100.000 junge Menschen ohne Schulabschluss drohen den Anschluss an eine weitergehende Qualifizierung zu verpassen.** Bei vielen wird es dauern die entstandenen Lücken wieder zu schließen.

Vergessene Jugend

Home-Office, Home-Schooling und Abstandsregeln haben seit Ausbruch der Coronapandemie einen festen Platz in unserem Alltag eingenommen. Frust, Existenzängste, psychische Probleme – Kinder und Jugendliche fühlen sich in der Krise oft vergessen. Was geht ihnen durch den Kopf? Wie ist ihre Sicht auf die Dinge? In der Porträt-Serie „Jugend im Lockdown„ hält Fotografin Rebecca Hoppé aus Hamburg ihre Gefühle fest.

So fördern wir Kinder und Jugendliche

Veit* verließ die Schule ohne Abschluss. Bei dem heute 19-Jährigen wurde zu spät eine Lernbehinderung festgestellt. Dann der Lichtblick: Durch ein Programm des SOS-Kinderdorfs fand Veit einen Ausbildungsplatz im gastronomischen Bereich – und schlug sich gut. Mit der Coronapandemie kam der Rückschlag. Veits Ausbildungsrestaurant wurde immer wieder geschlossen und der Berufsschulunterricht fand plötzlich nur noch online statt – eine immense Herausforderung für den jungen Mann. Schließlich loggte er sich eines Tages gar nicht mehr in den Unterricht ein. 

Veits SOS-Betreuer gaben nicht auf. Der 19-Jährge bekam täglich Anrufe seines Sozialpädagogen und sprach mit ihm seine Aufgaben und den Tag durch. Bei Einzelstunden mit einem Förderlehrer konnte Veit digitale Kompetenzen aufbauen und den verpassten Stoff nacharbeiten. Bald nahm der junge Mann wieder am Online-Unterricht teil. Mit viel Fleiß kann Veit seinen Abschluss jetzt doch noch schaffen. 

Zur ganzen Geschichte von Veit

*Name, biografische Details und Abbildungen geändert.

Veit


Lucy* lebt in Berlin. Ihre Eltern sind getrennt, die 15-Jährige wohnt abwechselnd beim Vater und der psychisch kranken Mutter. „Lucy hat wirklich was auf dem Kasten – aber sie schafft es nicht, acht Stunden konzentriert dem Unterricht zu folgen“, sagt Sozialarbeiterin Anne Luther**. Lucy schwänzte häufig. Anfang 2020 sollte das Mädchen in ein alternatives Schulprojekt wechseln – mit kleinen Lerngruppen, Praxisprojekten und sozialpädagogischer Betreuung. Dann brach die Pandemie aus. Lucy zog sich zurück und folgte dem digitalen Unterricht nicht mehr.

Doch Anne Luther hielt trotz der schwierigen Umstände den Kontakt. Sie etablierte die „Beraterbank“ in der Waldstraße nahe des SOS-Kinderdorfs Berlin. Dort führten Lucy und sie wichtige Gespräche. Lucy hat sich inzwischen für ein alternatives Schulprojekt entschieden und die Probezeit bestanden. „Ich bin sicher, mit der richtigen Unterstützung wird das Mädchen ihren Weg gehen“, freut sich Luther. 

Mehr zur Schulsozialarbeit in der Pandemie

*Name, biografische Details und Abbildungen geändert.
** Anne Luther ist inzwischen Bereichsleitung der schulbezogenen Angebote im Kinderdorf Berlin.

Schulsozialarbeit SOS-Kinderdorf Berlin


Kinder- und Jugendrat interviewt die Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Sabina Schutter zu Kinderrechten

Sollten Kinder- und Jugendliche mehr Einfluss auf Politik und Gesellschaft haben? SOS-Kinderdorf sagt dazu ganz klar ‚Ja‘!

Nicht erst seit der Debatte um die Verankerung von gesonderten Kinderrechten im Grundgesetz setzen wir uns für die Belange von Kindern und Jugendlichen ein. Die wichtigste Voraussetzung dafür: Kinder und Jugendliche müssen eine Stimme haben und ihre Wünsche, Bedürfnisse und Vorschläge gehört und ernst genommen werden. Der Kinder- und Jugendrat von SOS-Kinderdorf ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil von SOS-Kinderdorf, um den Kindern und Jugendlichen genau diese Partizipation zu ermöglichen.

Im Video fühlen Ceylan Berisha und John Geppert aus dem Kinder- und Jugendrat der neuen Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Sabina Schutter auf den Zahn und stellen Fragen zu Kinder- und Jugendrechten.


Fragen zu Kinderrechten kurz beantwortet in 30 Sekunden von unserer Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Sabina Schutter


Vielfältiges Engagement für Kinderrechte von Unternehmen

So engagieren sich unsere Unternehmenspartner im Bereich Bildung und Kinderrechte. Erfahren Sie hier mehr.

*Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf: COPSY-Studie: Kinder und Jugendliche leiden psychisch weiterhin stark unter Corona-Pandemie, 10.02.2021.

**Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter: Wie Jugendämter die Auswirkungen der Corona-Pandemie einschätzen und welchen Handlungsbedarf sie sehen, April 2021.

***Längsschnittstudie, Corona-Befragung Fachkräfte 2020